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Verfahren des Sondergerichts

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Verbrechen nach § 4 VolksschädlingsVO i.V.m. Unterschlagung, Urkundenunterdrückung / Urteil vom 05.12.1944

SG 57/44
1 a SG 345/44
StABa Rep K 106 Nr. 161

Glaser, Margarete, geb. Krauß

Geburtstag11.09.1906 in Melkendorf / Kulmbach
BerufFabrikarbeiterin
Familienstandverheiratet
Wohnort Schwarzenbach / Saale, Förbauer Siedlung 18
18.11.1944
Beschreibung der angelasteten Tat

Die Angeklagte war als Zeitungsausträgerin beschäftigt.

Ihr wurde zur Last gelegt, am 06.07.1944 von der Postbotin Alma Fischer vier Feldpostpäckchen entgegengenommen zu haben, um sie den Empfängern weiterzuleiten. Die Angeklagte habe -  unter Ausnutzung der Kriegsverhältnisse – die Päckchen jedoch für sich behalten.


Die Beschuldigte befand sich nicht in Untersuchungshaft.

Mit Datum 18.11.1944 erhob die Staatsanwaltschaft wegen Verbrechens nach § 4 Volksschädlingsverordnung i.V.m.Unterschlagung, § 246 RStGB, Urkundenunterdrückung, §§ 274 Ziff. 1, 73 RStGB Anklage zum Sondergericht Bayreuth.

In der Verhandlung des Sondergerichts vom 05.12.1944 beantragte die Staatsanwaltschaft, die Angeklagte im Sinne der Anklageschrift zur Zuchthausstrafe von 2 Jahren und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die gleiche Dauer zu verurteilen.

 

05.12.1944
Urteil

Tenor:

 

Die Angeklagte Margarete Glaser wird unter Überbürdung der Kosten auf die Reichskasse freigesprochen.

 


 
Vollstreckung

Brehm, Rudolf

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Dr. Beutner, Richard

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Mohr, Karl-Michael

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Dr. Weißenberger, Heribert

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Dr. Riedel, Hermann

02_Kollektionen/Staatsanwälte/Hermann
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