Lowe, Carl Hermann
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Carl Hermann Hans Martin Wilhelm Fritz Lowe wurde am 07.10.1909 in Leipzig als Sohn des Hauptmanns a.D. Karl Hermann Lowe (geb. 11.01.1879 in Leipzig) und seiner Frau Ulla Ludwike Auguste Karoline Eleonore Lilly Martha, geb. von Schwanewede (geb. am 05.08.1885 in Dresden) geboren.
Lowe war evangelisch-lutherisch, trat jedoch im Herbst 1936 aus der Kirche aus und im Oktober 1937 den Deutschen Christen (DC) bei.
Er wohnte in Dresden-A 16, Hindenburgufer 30.
Lowe schloss am 22.11.1937 in Grimma die Ehe mit Gertraud Hoyer (geb. 27.01.1912 in Chemnitz). Der Ehe entstammen zwei Kinder (geb. 1941 und 1943).
Lowe verstarb im Jahr 1983 in Ulm.
Weitere Einzelheiten zum privaten Werdegang Lowes sind uns bislang nicht unbekannt. Sie sind Gegenstand unserer weiteren Forschungen.
Lowe besuchte von 1916 bis 1918 die III. Höhere Bürgerschule in Leipzig. Da die Eltern mit ihm aus Leipzig wegzogen, erhielt er am neuen Wohnort privaten Gymnasialunterricht. Mit der Rückkehr der Familie nach Leipzig im Jahr 1919 trat er dort in die Thomasschule, ein humanistisches Gymnasium, ein. Im Frühjahr 1922 wechselte er auf die Fürstenschule in Grimma, wo er 1928 das Abitur ablegte.
Anschließend nahm er das Jurastudium auf und legte die Erste Staatsprüfung am 21.01.1933 in Leipzig, die Große Staatsprüfung am 29.07.1936 in Dresden jeweils mit der Note „Befriedigend“ ab.
Seit 29.07.1936 war er am AG Bischofswerda Assessor im Probedienst, seit 01.10.1937 Gerichtsassessor in Leipzig und Dresden.
Ab 01.09.1939 war er Amtsgerichtsrat am Amtsgericht Gerolzhofen im Landgerichtsbezirk Schweinfurt. Ab 18.08.1941 leistete er im Wege der Abordnung auch Dienst am AG Schweinfurt.
Ab 02. Januar 1945 wurde er abgeordnet in den Geschäftsbereich der Generalstaatsanwaltschaft Danzig und dort eingesetzt bei der Staatsanwaltschaft Elbing (heute Elbląg in Polen).
Wegen der näher rückenden Front (Elbing wurde am 10. Februar 1945 von der Roten Armee eingenommen) flüchtete Lowe zurück nach Westen und meldete sich am 05. Februar 1945 im Oberlandesgerichtsbezirk Bamberg zur Dienstleistung.
Mit Verfügung des Präsidenten des OLG Bamberg vom 07.02.1945 wurde er daraufhin mit Wirkung vom 15.02.1945 bis auf weiteres an das Landgericht Bayreuth abgeordnet. Gleichzeitig wurde er zum Hilfsrichter am Amtsgericht Bayreuth und zum Beisitzer bei dem Sondergericht Bayreuth bestellt.
Lowe war als Vertreter der Staatsanwaltschaft an einem Verfahren des Sondergerichts Bayreuth im Jahr 1945 (SG 1/45) beteiligt.
Lowe leistete Militärdienst bei der Reichswehr im Zeitraum 27.11.1934 bis 02.02.1935 und bei der sog. „Neuen Wehrmacht“ im Zeitraum 12.03.1938 bis 23.04.1938.
Er war Mitglied im „Jungdeutschen Orden“ und im „Wehrstahlhelm“, außerdem Mitglied der SA seit 01.10.1933 (dort Rottenführer).
SS-Anwärter war er seit 01.12.1937, am 30.01.1942 wurde er dort zum Staffeloberscharführer ernannt.
Außerdem war Lowe Mitglied der
- NSDAP (Mitgliedsnummer 2 380 806)
- NSV seit 01.03.1937 (Nr. 7132979)
- NSRB seit 03.01.1934 (Nr. 35116)
Unsere Forschungen gehen jedoch auch hier weiter.
- Engelbrecht „Ende und Neubeginn“, Verlag Heinz Späthling, 2022, S.239
- BArch R 9361-III/121967
- BArch R 3001/67101
- StABa Rep. K 100/5 Nr. 3110
- Stadtarchiv Leipzig
