Beteiligte und Unterstützer/innen des Forschungsprojekts

- Matthias Burghardt -

Das Forschungsprojekt wurde im Sommer 2020 von Matthias Burghardt, dem zu jener Zeit amtierenden Präsidenten des Landgerichts Bayreuth, initiiert und über die gesamte Dauer aktiv begleitet und mitgestaltet.

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Anlass des Projekts war das völlige Fehlen jeglichen Hinweises auf diese dunkle Seite der Bayreuther Justizgeschichte im Justizpalast Bayreuth. Rudolf Brehm, Präsident des Landgerichts von 1943 bis 1945, wurde und wird zwar namentlich in der historischen Ahnenreihe aller Präsidenten des Landgerichts genannt, doch auch hier fehlte bis dato jeder Hinweis auf seine bis Kriegsende andauernde Tätigkeit als Vorsitzender des Sondergerichts. Dasselbe gilt für den Nachkriegspräsidenten Dr. Ernst Lenz, ebenfalls Mitglied des Sondergerichts.

Das Forschungsprojekt sollte schließlich auch den Menschen, die zum Sondergericht und zum Volksgerichtshof angeklagt und mehrheitlich verurteilt wurden, Namen und Gesicht geben, damit auch ihr Schicksal dauerhaft in Erinnerung bleiben kann. Ziel des Forschungsprojekts war schließlich auch die Schaffung einer ausreichenden und jederzeit abrufbaren Tatsachengrundlage als Basis für die künftige Öffentlichkeits- und Erinnerungsarbeit der Bayreuther Justiz.

Das Forschungsprojekt startete nach einjähriger intensiver  Vorbereitung offiziell im Sommer 2021 und wurde über mehr als vier Jahre überwiegend ehrenamtlich betrieben. Ganz besonderer Dank gilt den vielen engagiert beteiligten Menschen, ohne die eine Umsetzung dieses Forschungsprojekts niemals möglich gewesen wäre:

  • Den Kolleginnen und Kollegen des Landgerichts Bayreuth, welche die enorm mühsame Recherchearbeit über Monate, Jahre, mitunter während der gesamten Projektdauer ehrenamtlich und doch immer im Bewusstsein ihrer Verantwortung und der Bedeutung des Projekts vorantrieben:
    • Dr. Bernhard Böxler
    • Clemens Haseloff
    • Judith Oltarjow-Funck
    • Katharina Roggenbrod
 
  • Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landgerichts, die aufwändige redaktionelle und Scan-Arbeit geleistet haben.  
 
  • Der Universität Bayreuth unter Projektleitung von Prof. Dr. Bernd Kannowski, die sich an diesem Forschungsprojekt mit großem Einsatz beteiligt hat. Forschungsziel der Universität war, anders als jenes des Landgerichts, vor allem die systematische Erfassung auch aller nicht zur Anklage gekommenen Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft bei dem Sondergericht Bayreuth, die Erforschung bestimmter Muster der NS-Justiz sowie die rechtliche Bewertung ausgesuchter Sondergerichtsurteile. Die hierzu verfassten wissenschaftlichen Arbeiten stellen wir Ihnen bei den jeweiligen Verfahren über entsprechende Links ebenfalls zur Verfügung. Zudem stellt die Universität unter der Rubrik „Die Forschungsinhalte der Universität Bayreuth" ihre eigenen Arbeiten und den insbesondere für weitere wissenschaftliche Arbeiten geeigneten Link zur universitären Datenbank auch auf unserer Website vor.  
 
  • Herrn Prof. Dr. Christoph Safferling, Professor für Völkerrecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und zugleich Direktor der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien. Er war uns mit seinem eigenen herausragenden Engagement für das Völkerstrafrecht nicht nur Inspiration, sondern als Lehrstuhlinhaber der von dem Bayreuther Markgrafen Friedrich 1742 in Bayreuth gegründeten und 1743 nach Erlangen verlegten Universität FAU gleichsam natürlicher "Verbündeter" unserer Arbeiten, insbesondere bei der Erstellung der Internetstruktur dieser Webseite. 
 
  • Herrn Dr. Konrad Graczyk (Warschau), Autor des Buches „Sondergericht Kattowitz“ und wichtiger Unterstützer bei der Erforschung der Biografie von Rudolf Brehm.

 

  • Frau Erdmute von Voithenberg (München), Tochter des am Sondergericht Bayreuth tätigen Richters Dr. Hans Karl Freiherr Voith von Voithenberg, die uns mutig und aktiv bei der Erforschung der Biografie ihres Vaters unendlich wertvolle Unterstützung geleistet hat.

 

  • Frau Renate Reckziegel (Offenburg), Journalistin, Autorin und Enkelin von Margarete Friedrich, eine der vom Sondergericht Bayreuth verurteilten Frauen, über deren Schicksal sie auch ein Buch veröffentlicht hat.

 

  • Herrn Horst Mohr (Berlin), der, aus Nordhalben stammend, zu den Standgerichten im Frankenwald und zu den Todesmärschen kurz vor Kriegsende recherchiert.

 

  • Prof. Dr. Philipp Oswalt, dem Sohn von Alfred Oswalt, einem der Gefangenen des grausamen Häftlingstransports von Berlin nach Bayreuth im Februar 1945, der die Erinnerung an diese im Auftrag der Justiz durchgeführte Todesfahrt wachzuhalten versucht.

 

  • Der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns unter Leitung des Generaldirektors Dr. Bernhard Grau M.A.

 

  • Dem Staatsarchiv Bamberg unter Leitung von Dr. Klaus Rupprecht und Dr. Johannes Staudenmaier, das dem Landgericht nicht nur die dort archivierten Akten zur Verfügung gestellt hat, sondern auch mit Rat und Hilfe zum Gelingen beitrug.

 

  • Dem Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde, insbesondere Herrn Torsten Zarwel

 

  • Den bayerischen Staatsarchiven in Coburg und München

 

  • Dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München

 

  • Dem Stadtarchiv Bayreuth und vielen anderen städtischen Archiven in Deutschland
 
  • Dem Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz für die vielen wertvollen Hinweise zum Datenschutz
 
  • Der JVA St. Georgen-Bayreuth 

 

  • Herrn Dr. Klaus-Detlev Godau-Schüttke (Itzehoe), bis 2007 Richter am Landgericht Itzehoe, der sich schon seit vielen Jahrzehnten selbständig und in Veröffentlichungen und Vorträgen mit Justizpersonen der NS-Zeit befasst.

 

  • Herrn Peter Engelbrecht (Creußen), Journalist, zuletzt bei dem in Bayreuth erscheinenden Nordbayerischen Kurier, der selbst umfangreiche Recherchearbeiten zur NS- und unmittelbaren Nachkriegszeit in Bayreuth betrieben und deren Ergebnisse in mehreren Publikationen veröffentlicht hat.

 

  • Helmut Paulus, ehemals Rechtspfleger am Landgericht Bayreuth, der als erster zum Sondergericht Bayreuth forschte und veröffentlichte, u.a. in „Sondergericht Bayreuth 1942-1945. Ein düsteres Kapitel Bayreuther Justizgeschichte“ (ArchGOfrk 77, 1997, S. 483-527).

 

  • Dr. Heinz Ponnath, Vorsitzender Richter am Landgericht Bayreuth i.R., der sich bereits in den 1990er Jahren mit der Nachkriegsrechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Strafbarkeit von Justizunrecht in der NS-Zeit befasste. Dies tat er am Beispiel des Freispruchs jener in den 1950er Jahren angeklagten Richter, welche die in einem Standgerichtsverfahren im April 1945 ergangenen Todesurteile gegen den Pastor Friedrich Bonhoeffer und mehrere weitere im KZ Flossenbürg gefangen gehaltene Widerstandkämpfer zu verantworten hatten.

 

  • Der Akademie für Neue Medien (Bildungswerk) e.V., Kulmbach, unter Leitung des 1. Vorsitzenden Johann Pirthauer sowie des Studienleiters Thomas Nagel, die für die Übertragung der Forschungsergebnisse auf die Internet-Plattform Verantwortung übernahmen.

 

  • Der in Kulmbach ansässigen Firma breadcrumb unter Leitung von Nicolas Schuller, die mit ihrem Ideenreichtum und Kreativität die Internet-Plattform gestaltete.

 

  • Den vielen hier nicht namentlich genannten Unterstützerinnen und Unterstützern, Helferinnen und Helfern, die im Hintergrund, doch stets mit viel Einsatz und Elan bei der Entwicklung des Projekts halfen.

 

Das Forschungsprojekt begann nach rund einjähriger Vorbereitung im Sommer 2021. Am 11. Oktober 2022 unterzeichneten Dr. Bernhard Grau, der Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns, Matthias Burghardt, der Präsident des Landgerichts Bayreuth und Prof. Dr. Bernd Kannowski, Lehrstuhlinhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte der Universität Bayreuth, eine Kooperationsvereinbarung zur Nutzung und Auswertung des im Staatsarchiv Bamberg verwahrten Aktenbestandes. Die Vereinbarung ermöglichte eine Auswertung des im Staatsarchiv Bamberg gelagerten Archivmaterials in den Räumen des Landgerichts Bayreuth, was die komplexe Forschungsarbeit von Landgericht und Universität Bayreuth erheblich erleichterte. Die Unterzeichnung fand an historischer Stelle statt, nämlich im ehemals als Sitzungssaal 100 bezeichneten Raum, in dem von Mitte 1942 bis April 1945 das Sondergericht Bayreuth tagte. Im Frühjahr 2024 schloss das Landgericht Bayreuth einen Kooperationsvertrag mit der Akademie für Neue Medien (Bildungswerk) e.V. in Kulmbach zum Zweck der medialen Aufarbeitung der Forschungsergebnisse. Für die grafische Umsetzung sind wir insbesondere Herrn Marcel Wittmann von der Fa. breadcrumb zu besonderem Dank verpflichtet.

Beteiligte
  Vertragsunterzeichnung am 11. Oktober 2022 (v.l.n.r.: PräsLG Burghardt, Gen.Dir. Dr. Grau, Prof. Dr. Kannowski) Ó Foto: LG Bayreuth

Ganz besonderer Dank gebührt auch dem Oberlandesgericht Bamberg für seine stete Unterstützung und Förderung des Projekts.

Der finanzielle Beitrag des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz war für unsere Arbeit sehr wertvoll.

Ohne die finanzielle Unterstützung der Oberfrankenstiftung und den besonderen Einsatz des Stiftungsrates, vertreten durch den Vorsitzenden, Regierungspräsident Florian Luderschmid, wäre die mediale Umsetzung nicht möglich gewesen.

Herzlichen Dank allen für jede tätige, ideelle, praktische, finanzielle und moralische Unterstützung!